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Misstrauen in Datensicherheit als Ihre Chance

23. September 2014 In: Allgemein

Der NSA-Skandal hat tiefe Spuren hinterlassen, das ist Fakt. Denn: Bevor die Enthüllungen um Edward Snowden bekannt wurden, glaubten hierzulande noch 41 Prozent daran, dass ihre Daten im Netz sicher seien. Kurz darauf sank dieser Wert dramatisch auf nur noch 13 Prozent! Nun ist das Vertrauen in die Datensicherheit erstmals seit 2011 wieder leicht gestiegen – dies hat eine jüngst durchgeführte Umfrage ergeben, wie der BITKOM jetzt mitteilte.

Dabei zeichnet sich ein differenziertes Bild, denn das Misstrauen bezieht sich nicht auf das Internet im Allgemeinen. Vor allem das Vertrauen in den Staat ist laut BITKOM massiv verloren gegangen: Lag der Wert 2011 noch bei 62 Prozent, sind es aktuell nur noch 26 Prozent, die den staatlichen Datenschutz nicht anzweifeln. Die Wirtschaft hingegen genießt wieder etwas mehr Ansehen, aber auch hier bleibt der Wert auf einem sehr niedrigen Niveau. So kletterte das Vertrauen in den letzten vier Monaten lediglich um zwei Punkte auf aktuell 30 Prozent.

Datensicherheit ist also nach wie vor ein sehr heikles Thema und das Zutrauen der Kunden in Wirtschaft und Staat scheint langfristig geschädigt. Diese Entwicklung hat jedoch nicht allein negative Auswirkungen: Die Sensibilität für das Thema Datensicherheit beispielsweise hat bei den Verbrauchern um ein Vielfaches zugenommen, was wiederum für IT-Dienstleister oder Systemhäuser ebenfalls von großem Vorteil ist!

Warum? Weil regionale Unternehmen weit mehr Vertrauen bei ihren Kunden genießen als die großen, oftmals unnahbar erscheinenden Konzerne. Wenn Sie also IT-Dienstleister oder Systemhaus sind, warum hosten Sie dann nicht die Software bzw. Daten Ihrer Kunden in Eigenregie? Klar, die Infrastruktur für ein Hosting muss natürlich vorhanden sein bzw. eingerichtet werden. Ein solcher Einsatz trägt allerdings recht schnell Früchte: Direkt nach der Einrichtung einer Hosting-Infrastruktur können Sie sich mit Ihrem Bonus an Vertrauen neue Services und somit auch zusätzliche Umsätze verschaffen.

Daher lautet unser Tipp: Mit unseren Hosting-Lösungen für E-Mail-Kommunikation und –Archivierung beispielsweise starten Sie erfolgreich ins Service-Provider-Geschäft und können so den Grundstein für eine noch engere Kundenbindung legen – überzeugen Sie sich!


Datensicherheit in Zeiten diplomatischer Erkältungen

18. November 2013 In: Allgemein

Das deutsch-amerikanische Verhältnis hat schon viele Höhen und Tiefen durchlebt – es hat den KGB und die Stasi, Saddam Hussein und die britischen Bedenken gegenüber einer deutschen Wiedervereinigung überstanden, und doch knirscht derzeit so viel Sand im Getriebe wie niemals zuvor. Und das nur, weil ein ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter sein Gewissen hinterfragt hat. Nun könnte man meinen, was interessiert mich dieser diplomatische Schnupfen? Sehr viel, da diese Enthüllungen zeigen, wie leicht Daten abgefangen, ausgewertet und verwendet werden können, ohne dass wir uns dessen bewusst sind.

Die großen Player sammeln schon sehr lange unsere Daten, erstellen Profile über Kauf- oder Nutzungsverhalten, um uns so noch besser und noch gezielter ihre Produkte schmackhaft zu machen. Gut, das ist kein Beinbruch, schießlich haben im besten Fall beide Seiten etwas davon. Was aber, wenn wichtige Unternehmensdaten davon betroffen sind? Mark Semmler, bekannter Ex-Hacker, hat auf unserem diesjährigen Partnertag eindrucksvoll demonstriert, wie leicht ein jeder an sensible, persönliche und vertrauliche Daten kommen kann, die nur unzureichend gesichert sind.

Dass wir alle, die wir uns im weltweiten Netz bewegen, diesem potentiellen Risiko ausgesetzt sind, ist keine neue Erkenntnis. Was aber tun, um mehr Sicherheit zu schaffen? Stecker ziehen und offline leben? Lieber nicht, schließlich haben wir uns an all die Bequemlichkeiten und Vorzüge des Internets schon zu sehr gewöhnt. Kleiner Tipp am Rande: Der Sicherheit wegen sollte man eventuell auf chinesische Bügeleisen verzichten. Viel wichtiger, um der Sache wieder den nötigen Ernst zu verleihen, wäre es jedoch, seine Firewall zu aktivieren und so den Zugriff von außen deutlich zu erschweren. (Wenn Sie jetzt lachen, so ist ein Vortrag von Mark Semmler sehr empfehlenswert.) Sinnvoll ist auch, bei der eingesetzten Sicherheitssoftware auf ein deutsches Unternehmen zu setzen, das nicht dem Patriot Act unterliegt, wie wir in diesem Artikel bereits angemerkt haben.

Wer seine Daten vor dem Zugriff anderer schützen und sie dennoch in der Cloud speichern möchte, sollte auf europäische Anbieter bzw. Server setzen. Firmendaten sollten außerdem immer zusätzlich verschlüsselt übertragen werden. Die jüngst bekannt gewordenen Enthüllungen über die NSA sind also kein Anlass für einen grundsätzlichen Verzicht auf die Cloud oder IT-Dienstleistungen, vielmehr sind sie ein Appell an die Weitsicht aller Verantwortlichen beim Thema Datensicherheit. Das Gleiche gilt übrigens für die Herren Diplomaten…