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3-2-1 – Die Regel für Ihr erfolgreiches Backup!

21. Juli 2015 In: Backup & Storage, Service Automation, Feature Lexikon

Wie wichtig ist eigentlich eine zuverlässige Datensicherung? Vergessen wir bei dieser Fragestellung einmal den normalen Konsumenten, denn der Verlust von Urlaubsfotos oder der letzten Staffel von Game of Thrones mag zwar schmerzlich sein, ist aber nichts im Vergleich zu verloren gegangenen kritischen Daten auf denen das Geschäft Ihrer Kunden fußt. Zwar stehen Unternehmen im Vergleich mit normalen Endkunden in Sachen Server Backups erheblich besser da, aber dennoch gibt es eine bedrückend hohe Zahl an Firmen, die kein oder ein nur unzureichendes Backup nachweisen können.

Aus diesem Grund blicken wir genauer auf die bewährte 3-2-1-Regel.

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Was genau ist die 3-2-1-Regel für Backups?

Es ist ganz einfach:

  • Drei Kopien aller kritischen Daten sollten mindestens auf
  • Zwei unterschiedlichen Medien existieren,
  • Eins davon sollte offsite gelagert werden, d. h. an einem anderen Standort als die Original-Daten.

Warum ist das notwendig? In einem Wort: Redundanz!

Daten können verloren gehen: egal ob durch Desaster wie Feuer und Überschwemmungen oder durch defekte Server und Hardware. Versehentliche Löschungen, ungewollte Verschlüsselung oder Diebstahl stellen eine weitere Gefahr für die Daten dar. Aus diesem Grund werden Backups erstellt. Aber es ist logisch, dass die vielen Gefahrenquellen, die Ihre Originaldaten bedrohen, auch für Ihre Backups gelten.

Was passiert also, wenn Sie Ihre auf Wechselmedien gesicherten Daten direkt neben dem Server mit den originalen Daten lagern und ein Feuer bricht aus? Genau deshalb ist ein Offsite-Backup dermaßen wichtig!

Die notwendige Redundanz für solch ein Szenario erreichen Sie mit der erwähnten 3-2-1-Regel für Backups.

Wie kann ich diese Regel für mein Backup-Szenario umsetzen?

Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Optionen. Die beste Strategie für das von Ihnen betreute Unternehmen hängt hierbei von vielen, individuellen Faktoren ab. Wenn Sie sich für die Implementierung einer 3-2-1-Regel in Ihrer Backup-Strategie entscheiden, sind zahlreiche Aspekte zu bedenken, unter anderem das Budget Ihres Kunden, die Menge der zu sichernden Daten und der Standort der Büros.

Hier sind ein paar Beispiele zur Umsetzung der 3-2-1-Regel, die man in Betracht ziehen kann. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und einige der Optionen können entsprechend Ihrer Bedürfnisse kombiniert und verbunden werden.

Ein Beispiel: Medienrotation und Offsite-Speicherung

Drei unterschiedliche Kopien Ihrer Daten:
Dies können Sie erreichen, indem Sie eine tägliche, wöchentliche und monatliche Rotation von drei oder mehr Medien implementieren.
Zwei unterschiedliche Ziele:
Setzen Sie diese Anforderung unter Verwendung unterschiedlicher Speichermedien innerhalb der Rotation um – zum Beispiel tägliche und wöchentliche Backups auf externe Festplatten sowie monatliche Archive auf RDX-Medien.
(Wenigstens) Ein Offsite-Backup:
Bringen Sie ein oder mehrere Medien Ihrer Rotation (zum Beispiel das wöchentliche und das monatliche) an einen sicheren Standort außer Haus – beispielsweise ein feuerfester Tresor in einem zweiten Büro.

Ein weiteres Beispiel: HDD, NAS and Cloud

Drei unterschiedliche Kopien Ihrer Daten:
Dies können Sie mit täglichen System-Backups auf eine lokale Festplatte erreichen sowie einer zusätzlichen Sicherung auf NAS zweimal wöchentlich. Des Weiteren lassen sich unternehmenskritische Daten per Rsync-Add-on* (*wird nur bei BackupAssist benötigt) zu einem Cloud-Speicheranbieter auslagern.
Zwei unterschiedliche Zielmedien:
In diesem Beispiel wären die Speichermedien eine USB-Festplatte, ein NAS sowie der Cloud-Speicheranbieter.
(Wenigstens) Ein Offsite-Backup:
Hierbei würden die unternehmenskritischen Daten zu einem Cloud-Speicheranbieter übermittelt. Sie können außerdem eine der USB-Festplatten außer Haus bringen, um dadurch ein wiederherstellbares System-Backup offsite gelagert zu haben.

Und das war es auch schon mit der 3-2-1-Regel…

Wenn Sie bereits die Datensicherungslösung BackupAssist, SolarWinds Backup, Carbonite Server Backup oder die Virtual Backup-Software Altaro im Einsatz und die 3-2-1-Regel in Ihrem Backup-Szenario implementiert haben, können Sie sich selbst auf die Schulter klopfen. Aber werden Sie dabei nicht nachlässig, denn zu einem verlässlichen Backup- und Restore-Szenario gehört genauso die regelmäßige, testweise Wiederherstellung von Daten, um zu prüfen, ob die Daten im Ernstfall wiederherstellbar sind und in welchem zeitlichen Rahmen dies umsetzbar ist.

Egal also, wie gut durchdacht Ihre Backup-Strategie sein mag: Sie müssen regelmäßige Tests durchführen, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Testen Sie Ihre Backups, um zu sehen, wie einfach Datei- oder Systemwiederherstellungen sind. Legen Sie Ihre notwendigen RTOs und RPOs fest und prüfen Sie, dass diese Vorgaben im Rahmen Ihrer Backup-Strategie erreicht werden. Anderenfalls optimieren Sie Ihre Strategie, bis Anspruch und Wirklichkeit übereinstimmen.

Das Letzte, was Sie wollen, ist die Qualität Ihrer Backup-Strategie im Rahmen eines echten Worst-Case-Szenarios beim Kunden testen zu müssen.

Lernen Sie unsere Backup-Lösungen kennen

Sie können sich gerne jederzeit direkt und persönlich bei uns melden. Unser Continuity-Team steht Ihnen sowohl telefonisch unter +49 (0)6441 67118-841 als auch per E-Mail zur Verfügung und beantwortet Ihre Fragen zu den Themen Backups und Datensicherung. Besuchen Sie unsere kostenlosen Webinare oder kontaktieren Sie uns für Ihre persönliche NFR- oder Testversion.


Entscheidende Fragen für eine erfolgreiche Backup-Strategie

7. August 2014 In: Allgemein

Es ist leider immer noch so, dass viel zu viele Unternehmen eine zu laxe Einstellung zu Backups haben. Die meisten sind sich zwar der Wichtigkeit des Themas Datensicherung bewusst, aber nur die wenigsten setzen sich wirklich hin und durchdenken eine gute Strategie von vorne bis hinten. Dabei ist es gar nicht so schwer – Sie müssen sich lediglich ein paar einfache Fragen stellen.

Bevor Sie sich über Hard- oder Software für Ihre Backup-Strategie Gedanken machen, müssen Sie die folgenden Fragen für sich beantworten. So geschehen, klärt sich auch recht schnell die Frage nach der für Sie passenden Hard- oder Software.

Was sind Ihre erfolgskritischen Daten?

Legen Sie fest, welche Daten, Anwendungen und Systeme erfolgskritisch, welche geschäftskritisch und welche einfach nur wünschenswert sind:

  • Erfolgskritisch meint die Daten, ohne die Ihr Unternehmen nicht fortbestehen kann. Das variiert von Branche zu Branche, jedoch sind es zumeist Systeme und Anwendungen, von denen das tägliche Geschäft abhängt.
  • Geschäftskritisch bedeutet, dass sie wichtig für das Unternehmen sind, im schlimmsten Fall könnte Ihr Geschäft jedoch auch ohne sie funktionieren.
  • Wünschenswert sind die Daten, die Sie nicht gerne verlieren möchten, aber wegen deren Verlust Sie auch keine Tränen vergießen würden.

Am Ende werden beim Backup sicherlich alle Daten gesichert, die Frage ist nur, in welchem Zyklus und mit welcher Methode dies geschieht.

Wer ist für die Durchführung verantwortlich?

Datensicherung ist gerade für Unternehmen essentiell, deshalb müssen Sie sich im Vorfeld bereits darauf einigen, wer die Verantwortung dafür trägt. Und was passiert, wenn der Verantwortliche ausfällt, Urlaub hat oder kündigt? Sind die Daten dann nicht mehr sicher oder gibt es eine Vertretung?

So banal es auch klingen mag – es darf niemals nur eine Person über die Backup-Strategie Bescheid wissen, Sie müssen immer für einen Ersatz sorgen. Dieser muss sowohl mit der Strategie im Ganzen als auch mit den Details der Durchführung vertraut sein. Sorgen Sie zudem für eine klare Hierarchie – wer ist verantwortlich für was? Das gilt übrigens nicht nur für die Sicherung der Daten, sondern auch für deren Wiederherstellung.

Denn nichts ist ärgerlicher als ein Disaster ohne Recovery, nur weil der Verantwortliche auf den Bahamas Cocktails schlürft.

Wie stellen Sie sicher, dass das Backup wiederherstellbar ist?

Die Antwort darauf ist eigentlich ganz einfach – testen, testen und nochmal testen. Ihre Backup-Lösung verfügt mit Sicherheit über eine Verifikation, die darüber Auskunft gibt, ob das Backup erfolgreich war oder Fehler enthält.

Trotzdem geht doch nichts über die gute alte manuelle Test-Wiederherstellung. Wählen Sie dafür einfach ein erfolgskritisches Backup aus, stellen es wieder her und schauen sich die Ergebnisse genau an. Sollte es wirklich einmal zu einem Ernstfall kommen, sind Sie in einer wesentlich besseren Position, wenn Sie sich nahezu 100 Prozent sicher sein können, dass die Daten wiederhergestellt werden können.

Ebenso sollten Sie eine Routine einführen, nach der Sie wichtige Backups testen und festlegen, wer dies wie oft durchführt. Dann müssen Sie sich nämlich auch keine Ausreden anhören à la “Ich dachte Kollege X hätte es getestet”.

Was passiert, wenn Sie Ihr lokales Backup verlieren?

In diesem Fall kommt Ihr Wiederherstellungsplan zum Einsatz – Sie haben doch einen, oder? Ein wichtiger Bestandteil, wenn nicht sogar der wichtigste, ist das Anlegen externer Backups bzw. Datenarchive. So können Sie Ihre aus welchem Grund auch immer verloren gegangenen Daten jederzeit von außen wiederherstellen.

Die externe Sicherung ist immens wichtig, denn die Ursache für einen Systemausfall kann schließlich auch sämtliche Backups vernichten – man denke nur an Blitzschlag, Wasserschäden oder Ähnliches. Die Daten an einem anderen Ort zu sichern, ist daher schon mal ein guter Anfang.

Bei der sogenannten Offsite-Sicherung stellt sich lediglich die Frage, ob die Daten in der Cloud und falls nicht, auf welchem Medium sie gesichert werden sollen. Die gängigste Empfehlung dabei ist die 3-2-1-Methode – 3 Sicherungskopien erfolgskritischer Daten, 2 unterschiedliche Medien und 1 Offsite-Sicherung.

Wie wird sich Ihre Strategie in Zukunft entwickeln?

Umsichtigkeit ist eine tolle Fähigkeiten, wird von uns jedoch allzu oft nicht in dem nötigen Maße eingesetzt. Wenn Sie eine Backup-Strategie planen, dann fragen Sie sich nicht nur, was jetzt wichtig ist, fragen Sie sich auch, was in 5 oder in 10 Jahren wichtig sein wird. Ziel eines jeden Unternehmens ist Wachstum, daher werden auch die Anforderungen an das Backup wachsen. Diese Fragen helfen Ihnen dabei, Ihre Backup-Strategie zukunftsfähig zu gestalten:

  • Ist der Speicherplatz des Backup-Mediums ausbaufähig?
  • Unterstützt Ihre Backup-Auswahl die nächsten Windows-Versionen?
  • Wird Ihr Hardware-Hersteller auch in Zukunft Ihre Backup-Ziele supporten?
  • Wird Virtualisierung für Ihre Strategie eine Rolle spielen?
  • Müssen Sie mobile Mitarbeiter oder geteilte Arbeitsplätze berücksichtigen?
  • Werden neue Anwendungen angeschafft und entsprechend andere Add-ons oder Backup-Methoden benötigt?

Wenn Sie diese Fragen nicht berücksichtigen, stehen Sie am Ende wieder genau dort, wo Sie angefangen haben. Eine gute Backup-Lösung wird Ihnen immer genug Flexibilität für die zukünftige Anpassung an die Anforderungen von Ihnen oder Ihren Kunden geben – überlegen Sie also sorgfältig, wie zukünftige Entwicklungen aussehen werden und wie sich dies auf die Anforderungen für Ihr Backup auswirkt. Unser ausgewähltes Portfolio hilft Ihnen dabei, jedes Szenario mit der entsprechenden Lösung zu bedienen:

  • Altaro bietet Backups virtueller Maschinen unter Hyper-V und VMware sowie die Sicherung von Office 365-Anwendungen und physikalischen Server-Backups.
  • Mit BackupAssist erhalten Sie eine einfach zu bedienende und zuverlässige Backup-Lösung für Windows-Server.
  • Die Datensicherungsplattform von Carbonite reicht von Backups für physikalische und virtuelle Maschinen über die Sicherung von mobilen Endgeräten sowie aller Office 365-Anwendungen bis hin zur Hochverfügbarkeit.
  • Mit SolarWinds Backup bietet SolarWinds MSP eine fortschrittliche Datensicherung speziell für Managed Service Provider.

Haben Sie die oben stehenden Fragen hinreichend beantwortet, können Sie damit anfangen, sich Gedanken über die geeignete Kombination von Hard- und Software zu machen, die am besten zu Ihren Anforderungen passt. Jetzt sind Sie am Punkt, an dem der Spaß erst beginnt…