11 Fragen an: Ulrich Gilot

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Was wollten Sie als Kind werden? Und in welche Zeit würden Sie mit H.G. Wells‘ Zeitmaschine reisen? Diese und neun weitere außergewöhnliche Fragen beantworten interessante Menschen aus der IT-Welt in unserer Rubrik “11 Fragen an”.

Heute: Ulrich Gilot, Director Digital Marketing unseres Herstellers Altaro

Wenn Sie sich selbst interviewen sollten, was wäre die erste Frage, die Sie sich selber stellen würden?
Warum um alles in der Welt haben Sie sich entschieden, Ihr eigenes Land zu verlassen und im Ausland zu leben, zum Beispiel in New York und London, Maastricht und jetzt in Malta?

Und was wäre Ihre Antwort?
Ich habe bis zu meinem 18. Lebensjahr in Deutschland gelebt und bin von klein auf mit meinen Eltern im Kölner Raum von einer in die andere Stadt gezogen. Durch Köln fand ich Gefallen am Stadtleben und entschied mich später für das Extrem: New York. Nun lebe ich auf Malta. Dies ist zwar nicht mit den Alpha-Städten zu vergleichen, bietet aber dennoch ähnliche Möglichkeiten, eine Dynamik wie andere Großstädte mit einem Mix aus vielen verschiedenen Kulturen und eine höhere Lebensqualität. Deshalb glaube ich, dass ich jetzt dazu bereit bin, mich langfristig in der “digitalen Nomadenhauptstadt“ Europa niederzulassen.

Was glauben Sie, ist die größte Errungenschaft, die wir dem Internet zu verdanken haben?
Obwohl das Internet die weltweite Kommunikation immens erleichtert hat, gibt es aus meiner Sicht auch ein großes Problem: Der Wunsch, Menschen einander näher zu bringen, ist gescheitert.
Dennoch bietet das Internet natürlich sehr viele große Vorteile, beispielsweise alle daraus resultierenden mobilen Geschäftsmodelle. Der E-Commerce-Branche gelingt es, Produkte und Dienstleistungen weltweit bei größtem Komfort zu verkaufen. Smartphone-Apps zum Beispiel ermöglichen ein personalisiertes Einkaufserlebnis mit nur einem einzigen Klick, dank Google sind weltweite Informationen leicht zugänglich und durch Amazon ist die Notwendigkeit, in einen Laden gehen und ein spezielles Produkt finden zu müssen, extrem gering.

Nehmen wir an, H.G. Wells‘ Zeitmaschine gäbe es wirklich. In welche Zeit würden Sie reisen und was würden Sie dort tun?
Ich würde keine Jahrhunderte zurückreisen, sondern mich auf 1996 bis 2012 beschränken, um meine New Yorker Erfahrungen nochmal erleben zu können. Hier würde ich in elektronischen Musikclubs als DJ arbeiten und damit genau die Karriere machen, von der ich immer geträumt habe.

Nennen Sie 3 Personen, mit denen Sie gerne einmal zu Abend essen würden und verraten Sie uns, warum.

  1. Barack Obama. Aus Gründen, die ich nicht erklären kann, war der Tag seiner Wahl zum US-Präsidenten ein sehr bewegendes Erlebnis und auch eine Erleichterung für mich. Ich würde ihn fragen, wie er es geschafft hat, mit dem Rauchen aufzuhören, während er Präsident der Vereinigten Staaten war.
  2. Brooke Shields. Ich war als Kind in sie verliebt, seitdem ich den Film Die Blaue Lagune gesehen hatte. Ich würde sie zu einem Cocktail nach Malta einladen und mit ihr das Drehbuch für “Blue Lagoon 2” schreiben.
  3. Steve Jobs. Ich bin inspiriert von dem Einfluss, den er auf unsere Branche hatte, und seiner Widerstandsfähigkeit. Er verließ Apple, um dann zurückzukommen, das Unternehmen zu übernehmen und es zu transformieren. Auch deshalb hat er ein großes Erbe sowie eine Lücke im Bereich des digitalen Medienkonsums hinterlassen.

Nennen Sie uns 2 Orte, die Sie in Ihrem Leben (noch einmal) sehen möchten.
Zum einen die indische Region Kerala, bevor sie überflutet und durch Plastikmüll völlig verunreinigt wird. Außerdem möchte ich Schloss Neuschwanstein in Bayern besuchen. Ich war dort zuletzt mit 13, hatte aber kaum Interesse an Burgen und unserem historischen Erbe – deshalb konnte ich den Besuch nicht wirklich genießen. Das wäre heute anders.

Was wollten Sie werden, als Sie ein Kind waren?
Ich wollte Tierarzt werden.

Was tun Sie, wenn Sie gerade nicht arbeiten?
Ich interessiere mich sehr für Politik, Psychologie und Wirtschaft. Außerdem nehme ich mir gerne viel Zeit für meine Freunde. Und natürlich verbringe ich so viel Zeit wie möglich mit meiner Tochter – wir spielen dann Spiele wie Connect 4 und Uno, gehen aber auch gerne ins Schwimmbad, in Trampolinhallen und an den Strand zum Schnorcheln.

Nennen Sie uns 2 Titel von Ihrer aktuellen Playlist.
“La Ritournelle“ von Sebastien Tellier
“Elle et moi (Joakim Remix)“ von Max Berlin

Ihr größter Fehler?
Mein größter Fehler war es, in London zu arbeiten und meine Karriere an erste Stelle zu setzen, während meine Familie in Maastricht lebte.

Ihr abschließender Kommentar oder Ihr Lebensmotto?
Das Leben ist voller Träume und vielfältiger Erfahrungen. Ich spüre, dass mein Leben mit vielen Erfahrungen erfüllt wurde und dass viele meiner Träume erfüllt wurden und dass noch viele weitere folgen werden.

Das Interview führte Nadja Krug.

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