ESET analysiert Backdoor bei Auswärtigem Amt und findet weitere Schwachstellen

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Im März diesen Jahres wurde medial bekannt, dass ein Hackerangriff auf das Regierungsnetz des Auswärtigen Amtes stattgefunden hat. Cyberkriminelle der sogenannten Turla-Gruppe konnten demnach fast im gesamten Jahr 2017 hochsensible Daten der Behörde stehlen, nachdem es ihnen gelungen war, über eine Backdoor in das Netzwerk einzudringen. Die Experten unseres Security-Herstellers ESET haben diese Hintertür kürzlich analysiert und weitere Betroffene identifiziert.

ESET Backdoor Analyse

ESET beweist regelmäßig durch ausgereifte Lösungen und Analysen sein Fachwissen im Bereich der IT-Sicherheit. So haben ESET-Mitarbeiter die Backdoor untersucht, mit welcher die Kommunikation des Auswärtigen Amtes abgefangen wurde. Dabei fanden sie heraus, dass mindestens zwei weitere EU-Behörden und ein Rüstungskonzern von den Angriffe betroffen waren.

Funktionsweise der Backdoor

Mit Hilfe von E-Mails kommunizierten die Hacker mit den Zielrechnern und nahmen dabei Microsoft Outlook ins Visier, indem sie eine schadhafte PDF-Datei als Anhang versandten. Diese veranlasste den kompromittierten Computer dazu, eine Reihe Kommandos auszuführen, wodurch sowohl interne als auch externe Daten abgefangen und gespeichert werden konnten. Sobald der betroffene Mitarbeiter eine E-Mail erhielt oder verschickte, erstellte die Schadsoftware eine Log-Datei mit Metadaten wie Empfänger, Inhalt und Anhang. Diese wurde anschließend regelmäßig an die Turla-Hacker weitergeleitet.

Die Backdoor öffneten die Cyberkriminellen mit Hilfe eines DLL-Moduls, das an einer beliebigen Stelle der Festplatte abgelegt wurde. Dort fand ein manipulativer Eingriff an der Windows Registry statt und die Schadsoftware aktivierte sich bei jedem Outlook-Start mit. Der Vorgang geschah zu jeder Zeit unsichtbar im Hintergrund; genauso wenig waren die E-Mail-Nachrichten mit den manipulierten PDF-Dokumenten im Posteingang für den Geschädigten sichtbar.

Selbst wenn eine der verwendeten E-Mail-Adressen im Spam-Filter landete, behielten die Hacker weiterhin die Oberhand über die Hintertür. Denn: Theoretisch konnte jeder E-Mail-Account für einen Angriff herhalten, wenn der Angreifer das richtige Kommando zur Aktivierung der Backdoor kannte.  

Eine detaillierte Analyse und weitere Erklärungen der Turla Outlook Backdoor finden Sie im Whitepaper von ESET, das Sie sich hier herunterladen können.

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