11 Fragen an: David Vella

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Unter der Überschrift “11 Fragen an” präsentieren wir Ihnen Interviews mit interessanten Menschen aus der IT-Welt, stellen 11 außergewöhnliche Fragen und erhalten nicht selten noch ungewöhnlichere Antworten.

Heute: David Vella, Co-Founder & CEO bei Altaro Software

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Wenn Sie sich selbst interviewen sollten, was wäre die erste Frage, die Sie sich selber stellen würden?
Bedeutet künstliche Intelligenz, dass niemand mehr arbeiten muss – und sollten wir davor Angst haben?

Und was wäre Ihre Antwort?
Immer wenn ein großer technologischer Wandel stattfand, hatte die Menschheit Angst, dass die Technologie den Menschen ersetzen könnte. Dabei hat uns die Geschichte etwas anderes gelehrt – denn jeder technologische Fortschritt führte dazu, dass die Menschheit sich weiterentwickelte, was wiederum mehr Arbeit, mehr Wohlstand, weniger Armut und eine höhere Lebenserwartung zur Folge hatte.

Was glauben Sie ist die größte Errungenschaft, die wir dem Internet zu verdanken haben?
Es hat die Welt ein wenig kleiner gemacht. Definitiv.

Nehmen wir an, H.G. Wells Zeitmaschine gäbe es wirklich. In welche Zeit würden Sie reisen und was würden Sie dort tun?
1980. Es wäre aufregend, in einer Zeit zu leben, die mit unserer heutigen kaum zu vergleichen ist. Eine Zeit ohne sofortige Kommunikation – in der man einen Brief beantworten kann, wann man will, sogar erst Tage später.
Und hey: Fänden Sie es nicht auch spannend, die Einführung von lila gefärbten Haaren und elektronischer Musik mitzuerleben? (lacht)

Nennen Sie drei Personen, mit denen Sie gern einmal zu Abend essen würden und verraten Sie uns, warum.
Nummer 1: Bill Gates – ganz klar, weil er einer der bedeutendsten Pioniere unserer Branche ist.
Nummer 2: Elon Musk – ich glaube, ihn wollen viele treffen, schließlich ist er für große Schritte in extrem schwierigen Branchen verantwortlich.
Nummer 3: John F. Kennedy – weil wir ihm den Begriff “Moonshot” verdanken.

Nennen Sie uns drei Orte, die Sie vor Ihrem Tod (noch einmal) sehen möchten.
Spontan fallen mir keine ein, aber wenn meine Tochter älter ist und wir Familienurlaube planen, dann möchte ich die Orte sehen, die meine Tochter spannend findet.

Was wollten Sie werden, als Sie ein Kind waren?
Ich wollte Tierarzt werden. Dafür habe ich auch begonnen, Tiermedizin zu studieren und während eines Volontariats bei Operationen ausgeholfen. Allerdings begann mit 15 meine Computer-Leidenschaft – ich war immer der Ansprechpartner meiner Freunde, wenn sie ein PC-Problem hatten. Mein Freund George riet mir damals, mich auch beruflich mit Computern zu beschäftigen, weil ich darin wirklich gut war – und das tat ich dann auch.

Was tun Sie, wenn Sie gerade nicht arbeiten?
Die meiste Zeit verbringe ich mit meiner Familie. Aber zu meinen Hobbys zählen auch Brutvögel (vor allem Finken) und die Lektüre zu solchen Dingen, die ich zum jeweiligen Zeitpunkt besonders spannend finde – im Moment zum Beispiel lese ich viel über Smart Homes.

Nennen Sie uns drei Titel von Ihrer aktuellen Playlist.
Mein Geschmack ist vielfältig:

  • “Tonight, Tonight” von The Smashing Pumpkins
  • Pachelbels Kanon
  • “My Girlfriend’s Girlfriend” von Type O Negative

Ihr größter Fehler?
Dass ich mir keine Auszeit genommen habe, um die Welt zu bereisen.

Ihr anschließender Kommentar oder Ihr Lebensmotto?
Stellen Sie Leute ein, die besser sind als Sie. Und lernen Sie, auch mal “Nein” zu sagen – zum Beispiel zu Möglichkeiten, die auf den ersten Blick leicht händelbar erscheinen. Gerade hier können Arbeit und Kosten oft viel höher ausfallen, als Sie zunächst denken.

Das Interview führte Nadja Krug.

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