Sicherheitsnetz Backup – die 7 häufigsten Fehler und wie sie zu vermeiden sind

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Menschliches Fehlverhalten, technisches Versagen oder gar Naturkatastrophen sind omnipräsente Risiko-Faktoren, welche IT-Strukturen immer wieder Stresstests unterziehen. Und sobald es um die Unternehmensdaten geht, ist das Backup gleichsam ein Sicherheitsnetz, welches Ihre Kunden vor den schlimmsten Folgen eines Datenverlustes bewahrt. Doch nur wenn dieses an allen Ecken korrekt aufgestellt und eingerichtet ist, können Sie sicher sein, dass Ausfälle und Fehler lediglich Ärgernisse bleiben. Damit Sie Backup-Strategien problemlos auf Herz und Nieren prüfen können, haben wir Ihnen hier die sieben schwersten Fehler in Sachen Datensicherung zusammengetragen.

Die 7 häufigsten Fehler bei Backups und wie sie zu vermeiden sind

Backups sind der Katastrophenschutz eines Unternehmens und sollten daher mit besonderer Sorgfalt aufgesetzt und betreut werden. Ist eine Sicherung fehlerhaft, geht verloren oder sind die Daten beschädigt kann jeder Datenverlust folgenschwere, ja unternehmensbedrohende Konsequenzen nach sich ziehen. Mit diesem Überblick über die sieben häufigsten Fehler in Sachen Datensicherung können Sie die Backup-Strategie Ihrer Kunden einfach auf den Prüfstand stellen.

Die sieben häufigsten Fehler, die jede Backup-Strategie zu Fall bringen

1. Ungenügende Speicherkapazität

Ein Fehler, der besonders häufig unterläuft: Einmal aufgesetzt und eingerichtet, gerät das Backup-Medium in Vergessenheit – nach automatischen definierten Regeln werden dort Datensicherungen angefertigt, ohne dass jemand diese weiter betreut. So fällt es erst in kritischen Momenten auf, dass das letzte erfolgreiche Backup schon Wochen oder gar Monate zurückliegt. Alle folgenden Sicherungsversuche sind gescheitert, weil ab diesem Zeitpunkt die Speicherkapazität erschöpft war.

Vor einem solch bösen Erwachen schützt eine sorgfältige Kalkulation des benötigten Speicherplatzes auf Basis der gewählten Backup-Strategie – ob nun stündlich, täglich oder wöchentlich. Eine zweite Option ist es, auf eine Software zu setzen, die automatisch via E-Mail Benachrichtigungen und Warnmeldungen an den Administrator schickt.

2. Keine Offsite-Backups

Damit die Backup-Verfügbarkeit im Ernstfall garantiert ist, müssen singuläre Abhängigkeiten vermieden werden, das bedeutet: Der Ausfall einer einzigen Komponente darf nicht den Verlust der gesamten IT-Infrastruktur inklusive der Datensicherung zur Folge haben. Wenn alle Backups nur on site vorliegen, birgt dies ein enormes Risiko, denn: Schnell ist die Hardware auf einen Schlag zerstört; ein Kabelbrand, Wasserschaden oder Diebstahl kommt schneller und öfter vor, als einem lieb ist.

Geht dabei die einzige Sicherung verloren, kann ein solcher Verlust unternehmensbedrohende Konsequenzen nach sich ziehen. Ein zusätzliches, redundantes Offsite-Backup – entweder physisch außerhalb des Unternehmens aufbewahrt oder bei einem Cloud-Anbieter gesichert – ist eine einfache aber äußerst effektive Vorsichtsmaßnahme. So liegt für den Ernstfall stets eine zweite Sicherung bereit.

3. Kein Rotieren der Backup-Medien

Besonders anfällig ist eine Backupstrategie, wenn das Backup-Medium stets an der IT-Infrastruktur angeschlossen bleibt und damit quasi zu einem festen Bestandteil des Systems wird: Bei einem Hackerangriff oder einer Ransomware-Infektion können Backup-Daten dann manipuliert, verschlüsselt oder auch gelöscht werden. Im schlimmsten Fall gehen so alle Sicherungen verloren, die sonst das Unternehmen wieder auf einen Stand vor dem Angriff oder der Infektion zurückgebracht hätten.

Dieses Risiko lässt sich einfach ausräumen, indem das Medium nach der Sicherung vom System getrennt wird, ob es nun via Internet oder LAN-Verbindung vernetzt oder via USB angeschlossen ist. Isolation ist der beste Schutz für Backup-Daten.

4. Backupzeitpläne nicht einhalten

Die grundlegende Frage hinter jeder Backup-Strategie sollte lauten:
“Auf welche Datenmengen über welchen Zeitraum kann das Unternehmen verzichten, bevor die Folgeschäden irreparabel sind?” Die Antwort beziffert die so genannte “Recovery Point Objective” (RPO), die viele Unternehmen beim Planen einer Backup-Strategie leider immer noch außer Acht lassen. Wird beispielsweise nur alle 24 Stunden eine Datensicherung angelegt, obwohl das Unternehmen schon bei einem Datenverlust über 10 Stunden geschäftsunfähig ist, verfehlt ein Backup seine Wirkung. Nehmen Sie sich also die Zeit und prüfen Sie den Sicherungszeitplan Ihrer Kunden hinsichtlich der RPO, um vor bösen Überraschungen gefeit zu sein.

5. Nur eine Art Backup-Medium im Einsatz

Lediglich eine Art von Backup-Medium im Einsatz zu haben ist ebenfalls eine große Fehlerquelle: Wird beispielsweise immer dasselbe Fabrikat verwendet, das sich aber als enorm fehleranfällig herausstellt, können im Nu alle Backup-Daten verloren gehen. Um sich hier doppelt abzusichern, empfiehlt sich nicht nur die Verwendung unterschiedlicher Medien, sondern gänzlich unterschiedlicher Systeme – beispielsweise NAS und Bandsicherung. Hier gibt es keine gemeinsamen Schwachstellen und unterschiedliche Vorteile – mit einfachen Mitteln gestalten Sie so Ihre Kunden-Backups noch ausfallsicherer.

6. Kein Ausfall-Plan

Damit sich im Ernstfall Prozesse nicht verzögern und Geschäftsabläufe möglichst schnell wieder reibungslos aufgenommen werden können, muss auch das genaue Vorgehen für ein Ausfall-Szenario geklärt sein. Eine große Hilfe bietet hier der Support des Backup-Anbieters Ihres Vertrauens, denn mit der Backup-Software und -Strategie sind diese bestens vertraut. Es lohnt also, Verantwortlichkeiten und Anlaufstellen für den Fall einer Katastrophe bereits vorab zu klären und sicherzustellen, dass diese allen Mitarbeitern bekannt sind.

7. Keine Test-Restores oder Versuchsläufe

Der am häufigsten gemachte – und damit schwerste Fehler – ist blindes Vertrauen darin, dass Daten im Ernstfall einfach wieder zu 100% verfügbar sind. In Wahrheit ist es so, dass kleine Unwägbarkeiten das Backup jederzeit beschädigt haben könnten, ohne dass es aufgefallen wäre. Beispielsweise können Magnetbänder ihre Ladung verlieren und Stromverbindungen unterbrochen werden; es können Materialschäden auftreten oder – zu guter Letzt – Anwendungen die Backup-Kette beschädigt haben.

Um sich gegen solche Eventualitäten abzusichern ist es unerlässlich – egal auf welch modernem Stand Soft- und Hardware sein mögen –, regelmäßig Test-Restores durchzuführen, um das Backup auf Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Am besten geschieht dies nach jeder Sicherung – um den unbemerkten Verlust großer Datenmengen zu vermeiden.

Die richtige Lösung im Einsatz mit BackupAssist – für schnelle, effiziente und verlässliche Backups

Die hier genannten Fehler sind schnell passiert – aber ebenso einfach ist es, Vorkehrungen zu treffen und Abhilfe zu schaffen. Neben einer Organisation der richtigen Backup- und Ausfall-Strategie lassen sich viele potentielle Fehlerquellen durch die Wahl der richtigen Lösung von vornherein minimieren. Mit BackupAssist haben Sie hier genau die richtige Software an der Hand, die eine ganze Bandbreite an passenden Funktionen bereithält: Definieren und überwachen Sie Backup-Pläne, legen Sie redundante Sicherungen an unterschiedlichen Speicherzielen ab, nutzen Sie unterschiedliche Speichermedien und profitieren Sie von einer einfachen, intuitiven Bedienung.

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