11 Fragen an: Steffen Ebert

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Unter der Überschrift „11 Fragen an“ präsentieren wir Ihnen Interviews mit interessanten Menschen aus der IT-Welt.

Heute war der Weg zum Gesprächspartner kurz: Steffen Ebert, CEO EBERTLANG Distribution GmbH.

Steffen Ebert, CEO EBERTLANG Distribution GmbH

Steffen Ebert, CEO EBERTLANG Distribution GmbH

Wenn Sie sich selbst interviewen sollten, welches wäre die erste Frage, die Sie sich stellen würden?
Warum schaffen Sie es nach nunmehr fast 20 Jahren noch immer nicht, sich stärker aus dem Tagesgeschäft herauszuhalten?

Und was wäre die Antwort?
Weil ich davon überzeugt bin, dass man Distribution noch besser machen kann! Hier bei EBERTLANG ist es unser Bestreben, stets noch besser zu werden, denn gerade im kritischen Bereich der IT-Infrastruktur muss eine Kundenzufriedenheit ohne Abstriche gewährleistet sein. Warum sollte man sich in einer Branche, in der die Produktentwicklung von einer Dynamik geprägt ist, die es so kaum ein zweites Mal gibt, vertriebsseitig mit dem Erreichten zufrieden geben? Wir haben sicherlich schon einiges geschafft: Wir haben z.B. immer wieder den richtigen Riecher für Trends im Software-Bereich bewiesen, unsere Partner und unabhängige Dritte bescheinigen uns eine extrem hohe Kundenzufriedenheit und zu guter Letzt wachsen wir seit Jahren kontinuierlich um die 40 Prozent per annum. Aber: Ich glaube eben auch nicht, dass all dies funktionieren würde, hätten wir unseren Status Quo nicht jeden Tag auf’s Neue hinterfragt – und da ich das kritische Hinterfragen des Erreichten als eine meiner Haupttätigkeiten hier bei EBERTLANG betrachte, kann ich mich doch nicht plötzlich zurücklehnen, oder? (lacht)

Was glauben Sie ist die größte Errungenschaft, die wir dem Internet zu verdanken haben?
Im Jahr 2008 hat mein guter Freund Arvel Hathcock (AOTA-Preisträger und CEO von Alt-N Technologies – Anmerkung der Redaktion) an dieser Stelle die freie Kommunikation ohne Grenzen und Zensur genannt – und wir alle wissen, was seitdem passiert ist. Aber auch heute gilt meines Erachtens noch, dass wir erst durch das Internet ein völlig neues Level der Kommunikation erreicht haben und erst das Internet uns auch auf eine völlig neue Stufe des Wissenstransfers gebracht hat. Dies fasziniert mich sehr und fängt schon im Kleinen an – oder haben Sie diese Woche noch nicht bei Wikipedia vorbeigeschaut?

Nehmen wir an, H. G. Wells Zeitmaschine gäbe es wirklich. In welche Zeit würden Sie reisen und was würden Sie dort tun?
Ich würde nach Bridgeport/Connecticut am 14. August 1901 reisen, um selbst zu sehen, ob Gustav Weißkopf schon mehr als zwei Jahre vor den Gebrüdern Wright erfolgreich einen Motorflug absolviert hat.

Nennen Sie drei Personen, mit denen Sie gerne einmal zu Abend essen würden und verraten Sie uns, warum.
Neil deGrasse Tyson, der Dalai Lama und der katholische Pfarrer meiner Kindheit und Jugend, der mich seinerzeit aus dem Firmunterricht geworfen hat. Vielleicht wäre ich ja nicht der Einzige, der in dieser Runde etwas lernen könnte.

Nennen Sie uns drei Orte, die Sie vor Ihrem Tod (noch einmal) sehen möchten.
Das Okawangobecken, den Himalaya und unsere Erde aus dem Weltraum.

Was wollten Sie werden, als Sie ein Kind waren?
Architekt. Mein Vater ist Bauingenieur und schon als Kind habe ich mit ihm nach dem Kindergarten begeistert Baustellen abgeklappert. Mein Bruder ist heute ebenfalls Statiker, einzig ich bin aus der Art geschlagen. Andererseits fühle ich mich als Unternehmer oft auch ein wenig wie ein Architekt, entwickelt und konstruiert man an der eigenen Firma doch auch ständig herum. Zudem bauen wir hier bei EBERTLANG durch das Wachstum der letzten Jahre regelmäßig aus oder um, und so kann ich meine kreative Seite immer mal wieder ausleben.

Was tun Sie, wenn Sie gerade nicht arbeiten?
Ich verbringe Zeit mit meiner Frau und meinen beiden Söhnen oder ich bin als passionierter Pilot mit meiner Maschine irgendwo über den Wolken unterwegs.

Nennen Sie uns drei Titel von Ihrer aktuellen Playlist.
Magic von Coldplay, Guilty All the Same von Linkin Park und Reckoner von Radiohead.

Ihr größter Fehler?
Meine Ungeduld.

Ihr abschließender Kommentar oder Ihr Lebensmotto?
Fertig? (lacht)

Das Interview führte Nadja Krug.

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