Archiv der Kategorie ‘Laut gedacht’


Freiheit, Internet und die Sache mit dem geistigen Eigentum

11.05.2012 Tags: , , , , , , , ,
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Freiheit ist ein hohes Gut, das wissen wir spätestens seit dem Humanismus, der Aufklärung und der Französischen Revolution. Die freie Entfaltung der Persönlichkeit ist nicht umsonst vitaler Bestandteil unserer Verfassung, und das ist auch gut so – schließlich wurde sie über Jahrhunderte hinweg erkämpft. Und so können wir heutzutage wohnen, heiraten und sagen, wo, wen und was wir wollen.

Diese Freiheit spiegelt sich unter anderem auch im Internet mit seinen schier unerschöpflichen Möglichkeiten der Wissensverbreitung, Echtzeit-Kommunikation und weltweiten Willensbildung wider, man denke bloß an die unterstützende Wirkung des WWW bei den Revolutionen in Tunesien oder Ägypten.

Voltaire, John Locke oder Jean-Jaques Rousseau würden ob dieser Möglichkeiten wohl erblassen, doch hat die frieden- und freiheitsstiftende Wirkung des Internets auch ihre Schattenseiten. Sie suggeriert den Nutzern das Gefühl, dass im weltweiten Netz nicht nur die Meinung, sondern auch geistiges Eigentum frei und vor allem kostenlos verfügbar sei.

Beispiele dafür finden sich zu Hauf, kino.to, megaupload oder The Pirate Bay sind nur einige wenige Beispiele für die Alles-umsonst-Mentalität. Das Dilemma der kostenlosen Verbreitung geistigen Eigentums macht aber nicht nur der Film- und Musikindustrie zu schaffen, gleiches gilt auch für Softwareentwickler. Der Respekt vor der Schaffensleistung anderer scheint in Auflösung, und die Argumente, die für die kostenfreie Verbreitung ins Feld geführt werden, sind hanebüchen bis absurd.

Die kostenlose Bereitstellung von urheberrechtlich geschützten Gütern sollte den Freiheitsbefürwortern alleine deshalb sauer aufstoßen, da sie die Persönlichkeit anderer beschneidet, und damit den eigentlichen Gedanken des freien Internets konterkariert.

Das Internet macht uns freier, doch ist der Inhalt nicht immer frei!


Zeitverschwendung E-Mail-Suche

25.10.2011 Tags: , , , , , ,
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Dass wir alle während unseres kurzen Daseins auf dieser Erde eine Menge Zeit mit relativ unnötigen Dingen verschwenden, ist keine neue Erkenntnis. Ob Warten im Stau, an der Supermarktkasse oder an der Service-Hotline, wir alle kennen das. Doch wussten Sie, dass laut einer neuen Studie mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmer am Tag bis zu zwei Stunden mit der Suche nach bestimmten E-Mails verbringen? Fast jeder Zehnte sogar bis zu drei Stunden!

Glaubt man dieser Studie, so entstünde allein durch diesen unnötig betriebenen Aufwand ein unglaublicher Kostenfaktor für Unternehmen, vom Produktivitätsverlust einmal ganz zu schweigen. Wir hätten da einen Vorschlag, wie Sie bzw. Ihre Kunden nicht nur viel Zeit und damit bares Geld sparen können: MailStore Server bietet eine schnelle und äußerst bequeme Suche nach archivierten E-Mails, entlastet die Mailserver, schützt vor Datenverlust  und bringt Kunden auf die rechtssichere Seite.

Erfahren Sie in unserem Produktvideo mehr über die effiziente E-Mail-Archvierung mit MailStore Server.

Weiterführende Informationen sowie eine kostenlose Testversion finden Sie hier.


Dumm, dümmer, Internet

14.03.2011 Tags: , , , , , ,
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Nichts hat unsere Welt in den letzten hundert Jahren so nachhaltig verändert wie das Internet. Nur digitale Agnostiker würden dieser These wohl noch widersprechen. So hat sich unser soziales Verhalten, unser Denken, aber auch unsere Kommunikation grundlegend geändert.

Wir haben heute mehr Freunde, mit denen wir nicht sprechen; wir lesen heute mehr, von dem wir Stunden später bereits nichts mehr wissen und wir konsumieren heute mehr, was wir morgen gar nicht mehr benötigen. Keine Angst, dies wird kein fatalistischer Ausblick auf die Auswirkungen des Internets à la Nicholas Carr, denn seine These, das Internet mache uns dumm, greift zu kurz. Natürlich führt die Informationsflut zu einer verkürzten Konzentrationsfähigkeit und einer verringerten Aufmerksamkeit  - dies mit Verdummung gleichzusetzen, wäre jedoch falsch.

Der schier unbegrenzte Zugang zu Informationen und Nachrichten, Goethes Faust hätte an dieser Omniszienz seine wahre Freude, ändert selbstverständlich unsere Fähigkeiten und nicht zuletzt unsere Lesegewohnheiten: Wann lesen wir was, und wo?

Glücklicherweise gibt es ja Google Reader, Instapaper oder Read it Later, mit deren Hilfe wir die Informationsflut zumindest bündeln, kanalisieren und aufbereiten können. Das hilft uns, verarbeiten müssen wir die Informationen dennoch selbst. Und hier kommen unsere angepassten Fähigkeiten zur Geltung. Das Internet macht uns also nicht dumm. Im Gegenteil: Unsere verbale und visuelle Intelligenz nimmt zu, meint nicht nur Medienexperte Jo Groebel.

Würden wir unsere Fähigkeiten nicht anpassen, könnten wir mit dem Instrument Internet gar nicht umgehen – eine Verdummung müssen wir demnach keineswegs fürchten, eine andere Art zu lesen jedoch eingestehen. Sinnvoll genutzt, bietet uns das Internet mehr Flexibilität, Freiheit und Mobilität. Aber all das wussten Sie ja sowieso schon, der Sie diesen Beitrag in unserem Blog, auf unserer Facebook-Pinnwand oder über unsere Website gelesen haben.


John Stuart Mill, die Privatsphäre und der digitale Radiergummi

27.01.2011 Tags: , , , , , , , , ,
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Privatsphäre ist spätestens seit Zuckerberg, Myspace und Twitter ein Relikt analoger Zeiten. Wir bewegen uns immer öfter und immer selbstverständlicher in virtuellen Netzwerken, hinterlassen dort digitale Spuren und mehr oder weniger privaten Sermon.

Ja, wir wollen das so und ja, wir sind angefixt vom omnipräsenten Gedanken “ich könnte etwas verpassen“. Aber möglicherweise soll nicht alles, was wir im Laufe unseres Lebens im World Wide Web veröffentlichen, dort auch für die Ewigkeit in Einsen und Nullen zementiert sein. Manche Bilder, die wir in Facebook oder anderen sozialen Netzwerken veröffentlichen, erscheinen uns im Nachhinein vielleicht peinlich; mancher Blogpost wurde womöglich aus einer spontanen Laune heraus veröffentlicht.

Pech gehabt, folgt man der Mill’schen Theorie der Eigenverantwortung, denn schließlich ist jeder für sein Handeln selbst verantwortlich. Für alle Hilfsbedürftigen der Solidargemeinschaft hat Vater Staat jetzt ein Projekt der Universität des Saarlandes unterstützt, welches vorerst Bilder, in naher Zukunft auch andere Daten wie Blogs, Webseiten, Videos oder E-Mails mit einem Verfallsdatum versieht. Der digitale Radiergummi namens X-pire verschafft also all denjenigen ein ruhiges Gewissen, die ihrem eigenen Verantwortungs­bewusstsein nicht so recht trauen. Von den technischen Unzulänglichkeiten dieses Programms einmal abgesehen, stellt sich die Frage, ob es nicht den Gedanken des Web  konterkariert?

Hat ein Blogeintrag, der nach vier Wochen nicht mehr abrufbar ist, überhaupt eine Daseinsberechtigung? Eindeutig nein. Mag das Internet die Informationsflut und den Gedankenaustausch noch so sehr beschleunigt haben, ein Beitrag auf Zeit entspricht der Philosophie ebenso wenig wie Zensur.

Der digitale Radiergummi kann jugendlichen Leichtsinn rückgängig machen, doch verantwortungs­bewussten Umgang mit Social Media kann er uns nicht lehren – hier ist die gesamte Internet­gemeinschaft gefragt.

Dass potentielle Arbeitgeber ihre Bewerber auf digitale Hinterlassenschaften abklopfen, kann laut einer Studie der Universität Erfurt in Zusammenarbeit mit dem Stellenmarkt Monster ebenfalls nicht mehr als Argument für ein Verfallsdatum angeführt werden. Denn laut dieser Untersuchung interessiert sich die große Mehrheit der Personalverantwortlichen nicht für die Party-Vergangenheit ihrer Bewerber.

Eine zeitliche Begrenzung für Daten des Internets scheint also nicht notwendig, ein sensibler Umgang eines jeden Nutzers mit selbigen indes sehr wohl. Sie können versichert sein, dass wir von EBERTLANG uns dieser Verantwortung bewusst sind. Daher werden wir auch in Zukunft unsere Daten für die Ewigkeit bereitstellen und sie daran teilhaben lassen.


Risiko von Cloud-Services und SaaS oftmals unterschätzt

17.01.2011 Tags: , , , , , , , , , , ,
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Schaut man sich in den Fachmedien um, so scheint zurzeit kaum ein Thema angesagter als die Cloud. Ob Software, E-Mails oder Storage in der Cloud, es gibt kaum etwas, was derzeit nicht als Online-Service beworben wird. Doch ist die Cloud auch sicher? Der jüngste Fall von Datenverlust beim weltweit größten E-Mail-Anbieter in der Cloud, Microsoft Hotmail, hat gezeigt, wie fragil die Datensicherheit sein kann. Zwar war von weltweit etwa 360 Millionen Hotmail-Kunden nur ein Bruchteil betroffen, und die verlorenen Mails sollen inzwischen laut Microsoft alle wiederhergestellt sein, doch hat dieser Vorfall erneut die Frage nach der Sicherheit von Cloud-Angeboten aufkommen lassen.

Bereits 2009 wurde der E-Mail-Dienst von Microsoft Ziel eines Hackerangriffs bei dem tausende Kundendaten ausgespäht wurden. Auch die Konkurrenz blieb von solchen Angriffen nicht verschont: E-Mail-Konten von Google und Yahoo! waren ebenso Ziel dieser Phishing-Attacken. Auch sei in diesem Zusammenhang die Frage erlaubt, ob man denn wirklich sensible Unternehmensdaten bzw. -kommunikation bei einem Dritten gespeichert wissen möchte. Online-Angebote sind also sowohl von innen als auch von außen einem großen Risiko ausgesetzt und der Verlust wichtiger Daten kann nie gänzlich ausgeschlossen werden.

Vor allem für Unternehmen stellt das Risiko bei Software as a Service (SaaS) oder anderen Angeboten der Cloud ein ernsthaftes Problem dar. Um dieses Risiko zu meiden, bietet sich eine lokale E-Mail-Lösung an, wie zum Beispiel der MDaemon Mail- und Groupware-Server. Mit diesem lokalen Mail- und Groupware-Server hat man stets die volle Kontrolle über sämtliche Funktionen und Einstellungen. Ein weiterer Vorteil: Die Daten sind vor einem unbefugten Zugriff Dritter geschützt. Natürlich sind auch lokale Server nicht per se vor einem technischen Defekt oder Ähnlichem gefeit und so können auch hier E-Mails verloren gehen. Doch hat man z.B. mit einer einfach zu bedienenden E-Mail-Archivierungslösung wie MailStore lokal die Möglichkeit, solche Risiken auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.

Die Kombination aus lokalem Mailserver und E-Mail-Archivierung garantiert einen wesentlich höheren Grad an Sicherheit als Angebote der Cloud. Das Thema Cloud-Computing ist derzeit überall im Gespräch und wird sicherlich das Thema der Zukunft sein. Bislang wurden die Risiken unseres Erachtens nach aber nicht ausreichend gewürdigt.